Eine Menschenkette ist eine Form des Protests oder der Solidaritätsbekundung, bei der sich viele Menschen an den Händen halten und eine lange Reihe bilden. Sie kann sich über Straßen, Plätze oder sogar Landesgrenzen erstrecken.
Ziele einer Menschenkette:
Protest: Um auf Missstände aufmerksam zu machen, z. B. gegen Umweltzerstörung oder Krieg.
Solidarität: Um Zusammenhalt und Unterstützung für eine bestimmte Gruppe oder ein Anliegen zu zeigen.
Schutz: Manchmal werden Menschenketten gebildet, um Gebäude oder Personen symbolisch zu schützen.
Beispiel:
Eine bekannte Menschenkette war die „Baltische Kette“ 1989. Rund zwei Millionen Menschen hielten sich über 600 Kilometer hinweg an den Händen, um für die Unabhängigkeit der baltischen Staaten von der Sowjetunion zu demonstrieren.
Anja erklärt, worum es bei einer Menschenkette geht und wie sie geplant wird.
Was ist zu beachten?
Anmeldung: Eine Menschenkette gilt als Versammlung und muss in Deutschland in der Regel beim Ordnungsamt oder der Polizei angemeldet werden – spätestens 48 Stunden vor Beginn.
Sicherheit: Wenn die Menschenkette Straßen oder öffentliche Wege blockiert, müssen Polizei oder Stadtverwaltung informiert werden, um Verkehrsregelungen zu treffen.
Einhalten der Auflagen: Die Behörden können Bedingungen stellen, z. B. dass Rettungswege frei bleiben müssen.
Ablauf und Auflösung: Die Veranstalter sind verantwortlich für einen geregelten Verlauf und das Ende der Aktion.
Kleine, spontane Menschenketten – etwa auf Gehwegen oder Plätzen – brauchen meist keine Anmeldung. Sobald aber der Verkehr oder die öffentliche Ordnung betroffen ist, gelten die gleichen Regeln wie für Demonstrationen.
Foto einer Menschenkette

Von Michael Miess (Kulturmeister-berlin) – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0