25 Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren setzten sich mit einem Gefühl auseinander, das viele von ihnen gut kennen: dem Ärger darüber, nur selten eine Stimme zu haben. Sie erleben, dass häufig über ihre Zukunft gesprochen wird, ohne dass ihre Meinung gehört oder überhaupt eingeholt wird.
Angeregt durch das „Werkzeug-Video“ der Omas gegen Rechts stellten sie sich die Frage, ob politisches Engagement im Alter selbstverständlich ist – und warum sichtbarer Aktivismus scheinbar eher älteren Menschen zugeschrieben wird. Daraus entstand der Entschluss, Jung und Alt gleichermaßen zu ermutigen, die eigene Haltung deutlicher und selbstbewusster in die Öffentlichkeit zu tragen. Diese Überzeugung mündete in der Entwicklung einer Kampagne für mehr gesellschaftliches Engagement über Generationen hinweg.
Besonders spannend war der Arbeitsprozess, weil er von einer kontinuierlichen Portion Selbstkritik und Selbstreflexion begleitet wurde. Die Teilnehmer*innen hinterfragten immer wieder, wofür sie sich engagieren – oder eben nicht –, aus welchen Gründen und unter welchen Voraussetzungen.
Dabei wurde deutlich: Politisches Engagement braucht Begeisterung, Überzeugung und die Bereitschaft, Zeit, Energie und Kraft zu investieren.

