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Gesellschaft braucht Erinnerung

In einem dreitägigen Ferienworkshop setzten sich 23 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren mit ihren Möglichkeiten auseinander, politischen Einfluss zu nehmen. Über verschlungene Wege – ausgelöst durch eine inszenierte Demoszene mit bewusst falschem historischem Kontext – entwickelte sich eine intensive Diskussion darüber, wie ausgeprägt das Geschichtsbewusstsein junger Menschen im Hier und Jetzt ist und warum es für demokratisches Handeln eine zentrale Rolle spielt.

Dieses Thema übernahm im Verlauf des Workshops regelrecht die Regie: Getragen von der gemeinsamen Überzeugung, dass wir ohne Erinnerung orientierungslos sind, entwarfen die Teilnehmerinnen vielfältige Aktionen und Formate, mit denen sich in einer Kampagne sowohl die Lust am Erinnern als auch das Bewusstsein für dessen Bedeutung stärken lassen. Der Workshop wurde so im besten Sinne zu einem Paradebeispiel dafür, wie Teilnehmerinnen einen Prozess für sich erobern, ihn inhaltlich zuspitzen und ihm eine ganz eigene Prägung verleihen.

Die Ergebnisse wurden zunächst in Form einer Statuen-Performance in der Bochumer Innenstadt erprobt; ergänzend entstanden Plakate, die die zentralen Gedanken der Kampagne sichtbar machen.